Reversi
(Dokumentation) auf www.flei.net
Das Brett
Das Brett, auf dem Reversi gespielt wird,
ist ein 8x8 Brett, hat also die gleichen Ausmaße wie ein Schachbrett. Es hat
aber nur eine Farbe, ist als nicht abwechselnd schwarz und weiß. Es ist zweckmäßig,
dass Brett mit 'Koordinaten' zu versehen. Das sieht so aus:
Diese Koordinaten sind wichtig bei
Analysen und bei der Notation, da man damit den genauen Ort eines Steins angeben
kann.
Die Steine
Die Steine sehen Dame- oder Mühlesteine
sehr ähnlich, jedoch haben sie eine weiße und eine schwarze Seite (bzw. haben
unterschiedliche Farben). Im Verlauf des Spiels werden sie dann umgedreht (daher der Name Reversi), so dass schwarze zu weißen und weiße zu schwarzen
Steinen werden können. Im folgenden ist nur von 'schwarzen' und 'weißen'
Steinen die Rede, was sich jeweils auf die Oberseite der Steine bezieht.
Tipp:
Bevor man sich ein Reversispiel kauft, kann man sich aus einem Schachbrett und
64 Damesteinen eins basteln. Dies ist zwar provisorisch und verwirrt wegen der
abwechselnden Farbe der Felder, ist aber gut geeignet, um das Spiel kennen zu
lernen und ist preiswert. Auch im Internet gibt es viele Reversispiele von
beachtlicher Spielstärke zum downloaden und online spielen.
Siehe die weiterführenden Links.
Spielverlauf und Ziel des Spiels
Das Spiel ist ein Spiel für zwei
Personen. Einer erhält die Farbe 'Weiß', der andere die Farbe 'Schwarz' am
Anfang des Spiels zugeteilt. (Eine Zuteilung von schwarzen und weißen Steinen
macht wegen der zweifarbigen Steine keinen Sinn.) Zu Anfang des Spiels befinden
sich vier Steine auf dem Brett, zwei mit ihrer weißen, zwei mit ihrer schwarzen
Seite nach oben.
Schwarz beginnt dann, einen weiteren
Stein (mit der schwarzen Seite nach oben) auf ein leeres Feld zu legen. Dies muss
so geschehen, dass er (mindestens) einen weißen Stein 'schlägt', indem er alle
weißen Steine, die sich gerade oder diagonal zwischen einem schwarzen Steine
und dem neu gesetzten (ebenfalls schwarzen) Stein liegen, einfach herumdreht. Im
obigen Fall kann sich Schwarz eines der Felder D3,C4, E6 und F5 aussuchen. Diese
weißen Steine werden schwarz. Danach ist sein Zug beendet und Weiß ist am Zug.
Dieser macht es genauso, nur dass er jetzt natürlich schwarze Steine schlagen
muss. Ist es einem Gegner nicht mehr möglich, ein leeres Feld auf diese Weise
zu besetzen, muss er 'passen' und der andere Spieler ist am Zug. Passen beide
Spieler hintereinander, ist das Spiel beendet (Die ist in der Regel der Fall,
wenn alle Felder besetzt sind, kann aber vorher geschehen). Die 'schwarzen' und
'weißen' Steine werden gezählt und wer die größere Anzahl hat, hat gewonnen.
Beachte:
- Ein Stein, der einmal auf dem Brett
liegt, wird nicht mehr vom Brett genommen oder verschoben. Er wird höchstens
umgedreht.
- Der Zug ist stets vollständig auszuführen,
d.h. man muss alle Steine, die man aufgrund des neu gesetzten Steines schlägt,
auch umdrehen. Man darf sich nicht aussuchen, welche Steine man herumdreht
oder nicht.
- Der entscheidende Stein beim
herumdrehen ist der neue Stein. Es werden schwarze Steine nicht umgedreht,
die zwischen zwei weißen Steinen liegen, die beide schon vorher auf dem
Brett waren.
- Solange der Spieler gegnerische Steine
schlagen kann, muss er ziehen. Das Passen geschieht also eigentlich
automatisch, nämlich dann, wenn der Spieler nicht ziehen kann. Es klingt
vielleicht etwas seltsam, aber Passen ist nur dann erlaubt, wenn man Passen
muss!
Tipp:
Um keine Steine beim herumdrehen zu vergessen betrachte man alle Reihen, Spalten
und Diagonalen im Uhrzeigersinn von dort, wo der neue Stein gesetzt wurde und
dreht dann systematisch die Steine um. Bei Reversiprogrammen übernimmt der
Computer diese lästige Aufgabe.
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