Update : 20.07.08
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Reversi (Dokumentation) auf www.flei.net

Das Brett

Das Brett, auf dem Reversi gespielt wird, ist ein 8x8 Brett, hat also die gleichen Ausmaße wie ein Schachbrett. Es hat aber nur eine Farbe, ist als nicht abwechselnd schwarz und weiß. Es ist zweckmäßig, dass Brett mit 'Koordinaten' zu versehen. Das sieht so aus:

Diese Koordinaten sind wichtig bei Analysen und bei der Notation, da man damit den genauen Ort eines Steins angeben kann.

Die Steine

Die Steine sehen Dame- oder Mühlesteine sehr ähnlich, jedoch haben sie eine weiße und eine schwarze Seite (bzw. haben unterschiedliche Farben). Im Verlauf des Spiels werden sie dann umgedreht (daher der Name Reversi), so dass schwarze zu weißen und weiße zu schwarzen Steinen werden können. Im folgenden ist nur von 'schwarzen' und 'weißen' Steinen die Rede, was sich jeweils auf die Oberseite der Steine bezieht.

Tipp:

Bevor man sich ein Reversispiel kauft, kann man sich aus einem Schachbrett und 64 Damesteinen eins basteln. Dies ist zwar provisorisch und verwirrt wegen der abwechselnden Farbe der Felder, ist aber gut geeignet, um das Spiel kennen zu lernen und ist preiswert. Auch im Internet gibt es viele Reversispiele von beachtlicher Spielstärke zum downloaden und online spielen.
Siehe die weiterführenden Links.


Spielverlauf und Ziel des Spiels

Das Spiel ist ein Spiel für zwei Personen. Einer erhält die Farbe 'Weiß', der andere die Farbe 'Schwarz' am Anfang des Spiels zugeteilt. (Eine Zuteilung von schwarzen und weißen Steinen macht wegen der zweifarbigen Steine keinen Sinn.) Zu Anfang des Spiels befinden sich vier Steine auf dem Brett, zwei mit ihrer weißen, zwei mit ihrer schwarzen Seite nach oben.

Schwarz beginnt dann, einen weiteren Stein (mit der schwarzen Seite nach oben) auf ein leeres Feld zu legen. Dies muss so geschehen, dass er (mindestens) einen weißen Stein 'schlägt', indem er alle weißen Steine, die sich gerade oder diagonal zwischen einem schwarzen Steine und dem neu gesetzten (ebenfalls schwarzen) Stein liegen, einfach herumdreht. Im obigen Fall kann sich Schwarz eines der Felder D3,C4, E6 und F5 aussuchen. Diese weißen Steine werden schwarz. Danach ist sein Zug beendet und Weiß ist am Zug. Dieser macht es genauso, nur dass er jetzt natürlich schwarze Steine schlagen muss. Ist es einem Gegner nicht mehr möglich, ein leeres Feld auf diese Weise zu besetzen, muss er 'passen' und der andere Spieler ist am Zug. Passen beide Spieler hintereinander, ist das Spiel beendet (Die ist in der Regel der Fall, wenn alle Felder besetzt sind, kann aber vorher geschehen). Die 'schwarzen' und 'weißen' Steine werden gezählt und wer die größere Anzahl hat, hat gewonnen.

Beachte:

  1. Ein Stein, der einmal auf dem Brett liegt, wird nicht mehr vom Brett genommen oder verschoben. Er wird höchstens umgedreht.
  2. Der Zug ist stets vollständig auszuführen, d.h. man muss alle Steine, die man aufgrund des neu gesetzten Steines schlägt, auch umdrehen. Man darf sich nicht aussuchen, welche Steine man herumdreht oder nicht.
  3. Der entscheidende Stein beim herumdrehen ist der neue Stein. Es werden schwarze Steine nicht umgedreht, die zwischen zwei weißen Steinen liegen, die beide schon vorher auf dem Brett waren.
  4. Solange der Spieler gegnerische Steine schlagen kann, muss er ziehen. Das Passen geschieht also eigentlich automatisch, nämlich dann, wenn der Spieler nicht ziehen kann. Es klingt vielleicht etwas seltsam, aber Passen ist nur dann erlaubt, wenn man Passen muss!

Tipp:
Um keine Steine beim herumdrehen zu vergessen betrachte man alle Reihen, Spalten und Diagonalen im Uhrzeigersinn von dort, wo der neue Stein gesetzt wurde und dreht dann systematisch die Steine um. Bei Reversiprogrammen übernimmt der Computer diese lästige Aufgabe.