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Reversi (Dokumentation) auf www.flei.net

Reversi (reversibel (lat.) = umkehrbar)

Zur Entstehung habe ich einen Bericht von Rudolf Rühle in der Pöppel-Revue 01/99 gefunden.
Wer sich dafür interessiert, es ist schon sehr interessant zu lesen .......

"Reversi kennen die meisten als einen der Klassiker unter den Spielen, manche denken dabei vor allem an die Firma Ravensburger, die ihn unter diesem Namen seit 1907 bis Ende 1997 im Programm hatte. Heute möchte ich die Geschichte dieses Spieles sowie einige Varianten vorstellen.
Im Jahre 1888 veröffentlichte der Engländer Lewis Waterman Reversi als ein von ihm erfundenes neues Spiel in der Zeitschrift "Queen".
Damals wie heute setzt bei diesem Zwei-Personen-Taktik-Spiel jeder abwechselnd Steine auf einem normalen Schachbrett ein. Der Clou dabei ist, dass die Steine die Farben beider Spieler auf den beiden Seiten aufweisen und stets mit der eigenen Farbe oben ins Spiel gebracht werden. Wird durch das Setzen eines Steines ein einzelner oder eine Reihe von gegnerischen Steinen an beiden Enden eingeschlossen, so werden sie umgedreht und zeigen jetzt die Farbe des Eroberers. Wer am Schluß, wenn alle Felder besetzt sind, die meisten Steine in seiner Farbe auf dem Brett ausfweist, hat gewonnen.
Das Spiel kam schnell in Mode und wurde auch in Deutschland von etlichen Herstellern ins Angebot aufgenommen. Bald begann auch ein Streit um die geistige Urheberschaft, denn bereits 1870 hatte ein anderer Engländer namens John W. Mollett ein ähnliches Spiel, The Game of Annexation, vorgestellt. Dieses verwendete statt des Schachbretts eine besondere Spielfläche und hatte mit Reversi praktisch nur das Umkehrprinzip gemein. Daher sollte man den Streit ruhen lassen, aber nach meiner Meinung ist Waterman der Reversi-Autor.
Anfang der 70er Jahre wurde die Urheberschaft erneut zum Thema, als der Japaner Hasegawa seine "Erfindung" Othello mit einem riesigen Werbefeldzug in der ganzen Welt einführte. In den angelsächsischen Ländern existieren inzwischen sogar Othello-Clubs und -Zeitschriften. Heute gibt es mehr Othello-Spiele auf dem Markt als Ausgaben von Reversi. Dabei ist die leicht veränderte Spielweise von Othello derjenigen von Reversi eindeutig unterlegen. Besonders die ursprüngliche Eröffnung (jeder Spieler setzt zwei Steine auf die vier Mittelfelder, bevor der Schlagabtausch beginnt) macht Reversi zu der besseren Ausführung. Jedenfalls sind die Unterschiede der beiden Spiele insgesamt so gering, dass es sich bei Othello keinesfalls um ein eigenständiges Spiel handelt.
Eine Aufzählung der Reversi- und Othello-Spiele aller möglichen Hersteller würde den Umfang dieses Heftes sprengen. Zwei Spiele allerdings müssen wegen ihren frühen Erscheinungsdatums erwähnt werden:
» Interessantes Brett-Spiel für jung und alt. Reversi oder wer zuletzt lacht, lacht am besten (Hersteller: Adolf Engel, Berlin, etwas 1903)
» Reversi (Dr. Oskar Schneider, Leipzig, 1897 oder früher): Für 3-6 Spieler

Genannt werden sollen aber Spiele mit anderen Namen, die teilweise sogar versuchen, ein Themenspiel aus diesem reizvollen abstrakten Taktikspiel zu machen:
» Bommerang (Nathan, Frankreich, 1982): Hier gibt es Steine mit unterschiedlichen Formen, daher muss gleichzeitig darauf geachtet werden, dass dem Spieler noch Platz zum Legen bleibt, bzw. der Gegner keinen Platz zum Legen mehr findet.
» Bosco In Fiamme (Clementoni, Italien, ca. 80er Jahre): Thema Waldbrand.
» Contra (Klee, 70er Jahre): Ein unregelmäßiges verkleinertes Schachbrett wird als Spielplan verwendet.
» Domain (Parker, USA, 1983): Ähnlich wie Boomerang.
» Dreh´das Ding (Mattel, ca. 1989).
» Dreh´mich um (Pelikan, 70er Jahre).
» Heimlich, Still und Leise (Espenlaub, Alsi, ca 1996): Thema Räuber und Gendarm.
» Kipp Ihn (Germaplast, DDR, 80er Jahre).
» Knockout (MB, 1980): Dreidimensional mit einem Loch in der Mitte der Spielfläche.
» La Paloma (Pelikan, 1976)
» Räuber und Gendarm (Appl, Aldi, 1993): Thema dem Titel entsprechend.
» Rolit (Goliath, Niederlande, 1996).

Vermutlich gibt es noch mehr derartige Spiele, deshalb wie immer mein ständiger Appell an alle Leser um weitere Informationen, was dankenswerter Weise bisher auf ein gutes Echo gestoßen ist. - Rudolf Rühle"